Nachbarschaftstreff "Welcome", Jahresbericht 2017

Programm:

Die Schülerhilfe (montags, mittwochs und donnerstags) wird von vielen Anwohnerkindern regelmäßig genutzt, sie bekommen Hilfe bei ihren Hausaufgaben, sie lernen sich konzentriert auf die Schule vorzubereiten, es wird für Klassenarbeiten geübt. Darüber hinaus werden Referate und Praktikumsberichte ausgearbeitet, der PC wird dafür regelmäßig genutzt. Eine Honorarkraft leitet die Kinder einmal wöchentlich an.

Das Bewerbungscoaching wurde sowohl von Schulabgängern als auch von Erwachsenen viel besucht, sie bekamen Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz.

Der Seniorennachmittag (dienstags) bietet Zeit und Raum für Begegnung und Kommunikation. Es werden Geburtstage miteinander gefeiert, es wird vor Ort gekocht, gesungen und musiziert. Unterstützung bekommen die Senioren bei Fragen zu Formularen, Verträgen oder beim Schriftverkehr, im Krankheitsfall und im Alltagsleben. Gesundheitsbedingt mussten in diesem Jahr einige Teilnehmer die Seniorengruppe verlassen. Um "Nachfolger*innen" zu finden, wurden im November sämtliche Senioren*innen im Alter von 65-80 Jahren im Quartier angeschrieben und auf die Gruppe aufmerksam gemacht.

Der Kinder-Mittagstisch (donnerstags) wird unregelmäßig wieder mehr besucht (acht bis zehn Kinder), obwohl viele Kinder eine Ganztagsschule besuchen.

Montags, mittwochs und donnerstags nehmen Kinder und Jugendliche das Angebot zum Basteln, spielen, malen o.ä. wahr. Viele neue Besucher-Kinder stammen aus ehemaligen Flüchtlingsfamilien (Irak und Rumänien) und wohnen erst seit kurzem im Gebiet.

Da es verstärkt zu Konflikten mit männlichen jugendlichen Anwohnern (17-22 Jahre) gekommen war, wurde seit März die Altersbegrenzung für Teilnehmer der Angebote auf

14 Jahre beschränkt. Da jedoch auch einige jüngere Jungen (9-14 Jahre) dauerhaft durch aggressives, störendes Verhalten auffallen, muss diesbezüglich nach einer langfristigen Lösung gesucht werden. Mittwochs wurde ein Mädchentag eingerichtet.

Den freitags 14-tägig stattfindenden Nähkurs leitet weiterhin eine "Rucksackmutter" mit Migrationshintergrund an. Frauen aus Ricklingen und Oberricklingen werden Kenntnisse des Schneiderhandwerks vermittelt, um eigenständig nähen zu können.

Von montags bis freitags werden Anwohner*innen bei Alltagsproblemen beraten und bekommen Hilfe zur Selbsthilfe. Zeitaufwendige Beratungen finden freitags statt und werden im Vorfeld abgesprochen.

Immer mehr ehemalige Flüchtlinge bekommen regelmäßig Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Hilfe bei Alltagsproblemen.

Mitarbeiter*innen:

Projektleitung mit 30 Wochenstunden, eine Stelle „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ mit 15 Stunden, eine AGH-Kraft mit 30 Stunden, zwei Mitarbeiterinnen mit Aufwandsentschädigung für den Nähkurs und die Hausaufgabenhilfe.

Ehrenamtlich ist ein Anwohner aktiv tätig. Er feierte dieses Jahr seinen 80. Geburtstag.

Projekte/Aktionen:

  • Europäischer Nachbarschaftstag: Fotowand und Verkleidungen/Perücken, Quizecke, Hamburger-Stand
  • Senioren-Tagesfahrt, Angebot der GBH/hanova
  • Geburtstagsfeiern der Senioren
  • Tag der Ehrenamtlichen, Einladung der LHH: Besuch des Landesmuseums und Kaffeetrinken
  • Besuch der SPD-Politikerin Yasmin Fahimi, Gesprächrunde mit Kollegen*innen aus Ricklingen zu aktuellen Themen
  • eine Anwohnerin leitete drei Monate ehrenamtlich einen Bastelkurs an (finanziert von der LHH)
  • drei Jungen (12-14 Jahre) waren am Zukunftstag in der Einrichtung
  • ein Junge (16 Jahre) leistete 20 Sozialstunden
  • eine Studierende der "Sozialen Arbeit" (Uni Hannover) absolvierte ein vierwöchiges Praktikum
  • ein Mädchen (17 Jahre) machte ein zweiwöchiges Schulpraktikum
  • ein Junge (19 Jahre) machte ein dreiwöchiges Sozialassistenten-Praktikum

   Internes:

  • Aufgrund der anhaltenden Probleme mit randalierenden Jugendlichen (18-22 Jahre), die nicht im Gebiet wohnen, fand im Februar eine Gesprächsrunde statt. Zur Sicherheit wurde für drei Wochen ein Security-Dienst beauftragt.
  • Die Security-Mitarbeiter sicherten den Eingang der Einrichtung und kontrollierten den Platz vor dem Heizhaus. Resultierend daraus wurden schriftliche Platz- und Hausverbote erteilt. Die randalierende Gruppe verließ das Gebiet.
  • Die Eingangstür wurde mit einer Klinke versehen und fällt jetzt ins Schloss, Besucher müssen klopfen. Dieser Zustand ist noch nicht ausgereift.
  • seit dem 20. März ist eine neue AGH-Kraft tätig, ihr Vertrag wurde bis zum 28.02.18 verlängert. Da sich das Arbeitsverhalten jedoch erheblich verschlechterte, wurde die Vertragsverlängerung Anfang November aufgelöst.
  • zweitägiges Seminar im August: "Interkulturelle Kompetenz".
  • ca. alle zwei Monate Treffen der NI Hannover zur Vertiefung des gemeinsamen Netzwerkes bzw. zum Austausch bei aktuellen Themen. (organisiert von Frau Rawers, Fachberatung Nachbarschaftsarbeit, FB Soziales).
  • monatliche Austauschrunde des Kinder- und Jugendnetz Ricklingen, ein aktueller Flyer wurde erstellt. Die Finanzierung des Flyers wurde aufgeteilt, der MSV e.V. beteiligte sich mit 50 Euro.
  • Beantragung und Aufnahme in die Regelförderung der LHH Fachbereich Soziales.

In Planung:

  • Vorstellungsgespräche für eine neue AGH-Kraft
  • Frühstück bzw. geselliges Beisammensein der Rucksackmütter
  • Kaffeestube in der Weihnachtszeit
  • Senioren-Weihnachtsfeier
  • Neue Kochgruppe
  • Mai 2018: Feierlichkeit zum 10-jährigen Bestehen der Einrichtung
  • Danksagung an den Ehrenamtlichen für 10-jährige Tätigkeit
  • Konzeptionelle Änderungen bezüglich der Angebote für Jungen bis 14 Jahren
  • Lösungssuche für Eingangstür (evtl. Klingel an der Tür und/oder Spiegel am Büro-Fenster anbringen)

Kristina Staroste (Projektleitung)